Der im Januar 2025 veröffentlichte Bericht „Future of Jobs 2025“ des Weltwirtschaftsforums schätzt, dass bis 2030 92 Millionen Arbeitsplätze durch Automatisierung und KI verdrängt, aber 170 Millionen neue Stellen geschaffen werden, was einem positiven Netto-Saldo von 78 Millionen Arbeitsplätzen entspricht. Die Transformation des Arbeitsmarktes ist massiv, aber insgesamt netto-arbeitsplatzschaffend.

Laut WEF müssen sich 39 % der aktuellen beruflichen Fähigkeiten bis 2030 weiterentwickeln. Die gefragtesten Fähigkeiten sind: analytisches Denken, Resilienz, Flexibilität, Beherrschung von KI und Big Data, Führung und kreatives Denken. Technologiekompetenz wird zu einer Querschnittsanforderung in fast allen Berufen.

Die am stärksten von der Automatisierung bedrohten Berufe bleiben jene mit repetitiven und vorhersehbaren Aufgaben: Kassierer, Datenerfasser, Junior-Buchhalter, Callcenter-Mitarbeiter. Im Gegensatz dazu wachsen Berufe im Zusammenhang mit KI (ML-Ingenieure, Datenspezialisten), erneuerbaren Energien, Gesundheit und Bildung stark.

Das Konzept des „Prompt Engineer“ (KI-Anfrage-Ingenieur) ist als neuer Beruf entstanden, obwohl seine langfristige Zukunft diskutiert wird. Weitere neue Rollen umfassen Spezialisten für KI-Ethik, Algorithmus-Auditoren und Mensch-Maschine-Koordinatoren.

Regierungen reagieren. Frankreich hat „France 2030“ mit einem wichtigen Teilbereich für digitale Kompetenzen gestartet. Die nordischen Länder bleiben Modelle mit „Flexicurity“-Systemen, die Arbeitsmarktflexibilität mit starkem sozialen Schutz während beruflicher Übergänge kombinieren.

Telearbeit, die seit der COVID-19-Pandemie normalisiert wurde, hat sich in den meisten Unternehmen im Hybridmodus stabilisiert. Im Jahr 2026 erfolgen laut Daten von Nicholas Bloom (Stanford) etwa 28 % der Arbeitstage in fortgeschrittenen Volkswirtschaften aus der Ferne. KI-gestützte Kollaborationstools (Microsoft Copilot, Google Gemini in Workspace) beschleunigen die Produktivität von Remote-Mitarbeitern.