Erdbeben an der Spitze des amerikanischen Militärapparats. Verteidigungsminister Pete Hegseth gab an diesem Samstag die sofortige Entlassung von General Randy George, dem Vorsitzenden der Vereinigten Stabschefs der USA, sowie zweier Vier-Sterne-Generäle bekannt, die Einsatzgebiete befehligen – inmitten der militärischen Eskalation gegen den Iran. Die Entscheidung, die „mit voller Zustimmung von Präsident Trump“ getroffen wurde, wurde von ehemaligen Pentagon-Beamten als „beispiellose Säuberung in Kriegszeiten“ bezeichnet. (Quelle: CNN, AP)

General George, seit Oktober 2023 im Amt, soll Bedenken hinsichtlich der Strategie der intensiven Bombardierung iranischer ziviler Infrastrukturen und des Zeitplans des 48-Stunden-Ultimatums geäußert haben. Laut zwei Reuters-Quellen, die dem Fall nahestehen, soll er Hegseth gewarnt haben, dass „die aktuelle Eskalation drohe, einen begrenzten Konflikt in einen totalen regionalen Krieg zu verwandeln“. Seine Absetzung erfolgte sechs Wochen nach Beginn der Operationen. (Quelle: Reuters, CNN)

Pete Hegseth, ehemaliger Fox News-Moderator, der im Januar 2025 zum Verteidigungsminister ernannt wurde, festigt damit seinen Einfluss auf das Pentagon. Seit seinem Amtsantritt hat er mehr als 15 Generaloffiziere entlassen oder zum Rücktritt gedrängt – ein Tempo, das in der modernen Geschichte des Verteidigungsministeriums beispiellos ist. Kritiker prangern einen „politischen Loyalitätstest“ an, der der Militärinstitution auferlegt werde. (Quelle: AP, The War Zone)

Die Reaktion des Kongresses erfolgte sofort. Der republikanische Senator Lindsey Graham, ein Verbündeter Trumps, bezeichnete die Entlassungen als „zutiefst destabilisierend mitten im Konflikt“. Die demokratische Senatorin Tammy Duckworth, eine Veteranin des Irakkriegs, sprach von „Sabotage der Befehlskette“ und forderte eine dringende Anhörung des Streitkräfteausschusses des Senats. (Quelle: AP, CNN)

Das Pentagon ernannte Generalleutnant Charles Flynn zum interimistischen Generalstabschef – den Bruder von Michael Flynn, dem ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater Trumps. Diese Wahl, die eher als Signal politischer Loyalität denn als operative Kompetenz wahrgenommen wird, löste in den Reihen des Militärs Bestürzung aus. „Wir sind im Krieg, und der Präsident hat gerade seine eigene Befehlskette geköpft, um Loyalisten einzusetzen“, reagierte ein ehemaliger stellvertretender Verteidigungsminister unter Wahrung der Anonymität. (Quelle: Reuters, CNN)