Die Filmindustrie integriert schrittweise künstliche Intelligenz, jedoch in einem mit den Urheberrechtsgewerkschaften ausgehandelten Rahmen. Im März 2026 führte Deepdub Phantom X 3.2 ein, sein fortschrittlichstes KI-Synchronisationsmodell, das in der Lage ist, die Stimme eines Schauspielers in einer anderen Sprache mit realistischer Lippensynchronisation zu reproduzieren. Diese Technologie wird bereits von Studios für die internationale Synchronisation großer Produktionen verwendet.

Visuelle Effekte (VFX) profitieren von KI für das De-Aging (Verjüngung von Schauspielern), die Generierung digitaler Kulissen und die Schaffung virtueller Statisten. Tools wie Runway, Wonder Dynamics und NVIDIA-Lösungen reduzieren Kosten und Nachbearbeitungszeiten. VFX-Künstler äußern jedoch berechtigte Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Arbeitsplätze in diesem Sektor.

Die historischen Streiks der SAG-AFTRA (Schauspielergewerkschaft) und der WGA (Drehbuchautoren-Gewerkschaft) im Jahr 2023 führten zu Rahmenabkommen, die den Einsatz von KI in der Unterhaltungsindustrie streng regeln. Die wichtigsten Punkte: obligatorische Zustimmung und Vergütung für die Nutzung der digitalen Ähnlichkeit eines Schauspielers, Verbot des Einsatzes von KI zur Ersetzung eines Drehbuchautors und Transparenz über den Einsatz von KI in der Produktion.

Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video nutzen Empfehlungsalgorithmen und Vorhersagen für den kommerziellen Erfolg. Netflix hat dokumentiert, dass seine Empfehlungssysteme etwa 80 % der Wiedergaben auf der Plattform generieren. Personalisierte Trailer – bei denen jeder Zuschauer eine andere Montage sieht – werden getestet.

Koreanische Serien (K-Dramas), türkische und nigerianische Produktionen erzielen auf Streaming-Plattformen weltweiten Erfolg, unterstützt durch KI-Untertitelungs- und Synchronisationstools, die ihre internationale Verbreitung erleichtern. „Squid Game“ (Netflix) hat das kommerzielle Potenzial nicht-englischsprachiger Produktionen demonstriert.

Die Debatte über Urheberrechte bleibt lebhaft. Die Klage der New York Times gegen OpenAI und die Sammelklagen von Künstlern gegen KI-Bildergeneratoren (Stability AI, Midjourney) könnten erhebliche Auswirkungen auf die Nutzung von KI bei der Erstellung kultureller Inhalte haben.