Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu besuchte am Sonntag, dem 13. April 2026, die im Südirak stationierten Truppen, berichtet Open The Magazine. In Begleitung seines Generalstabschefs erklärte er, dass „der Krieg noch lange nicht vorbei“ sei und dass die Feinde Israels „nun um ihr Überleben kämpfen“. Dieser Besuch findet vor dem Hintergrund maximaler Spannungen statt, während die Vereinigten Staaten parallel die Blockade der Straße von Hormuz einleiten.

Die Pufferzone erweitert

Seit März 2026 hat Israel seine Militärpräsenz im Südirak erheblich ausgeweitet. Reuters berichtete Ende März, dass Netanjahu die Ausweitung der Pufferzone bis zum Litani-Fluss, etwa 30 Kilometer ins libanesische Territorium hinein, angeordnet habe. Diese Ausweitung zielt darauf ab, die Hisbollah daran zu hindern, Raketen auf Nordisrael abzufeuern, eine Bedrohung, die trotz wiederholter israelischer Luftangriffe weiterhin besteht. Die israelische Armee gibt an, Hunderte von Tunneln und Waffenlagern in der Region zerstört zu haben.

Eine Botschaft an mehrere Empfänger

Netanjahus Besuch im Südirak ist auch eine politische Botschaft. Mid-Day merkt an, dass er wenige Tage vor potenziellen Waffenstillstandsgesprächen im Libanon stattfindet, die von den Iran-USA-Verhandlungen getrennt sind. Durch seinen Besuch vor Ort signalisiert Netanjahu, dass Israel nicht zu territorialen Zugeständnissen bereit ist. Der Jerusalem Post berichtet ebenfalls, dass der Premierminister seine Entschlossenheit bekräftigte, „das Terrorregime im Iran weiter zu vernichten“, und die libanesische Front ausdrücklich mit dem größeren Konflikt mit Teheran verband.

Internationale Reaktionen

Die internationale Gemeinschaft bleibt gespalten. Während die Vereinigten Staaten die israelische Militäroperation im Rahmen der Operation „Epic Fury“, die Ende Februar mit Israel gegen den Iran gestartet wurde, offen unterstützen, rufen Frankreich und mehrere europäische Länder zum Rückzug der israelischen Streitkräfte aus dem Libanon gemäß der UN-Resolution 1701 auf. Der UN-Generalsekretär António Guterres erinnerte daran, dass die israelische Militärpräsenz im Libanon einen „Verstoß gegen die libanesische Souveränität“ darstellt und rief alle Parteien zur Deeskalation auf.

Quellen: - Open The Magazine — Netanyahu in Southern Lebanon: 'War Far From Over', 13. April 2026 - Mid-Day — Netanyahu asserts conflict far from over during southern Lebanon visit, 13. April 2026 - Reuters — Netanyahu orders expansion of southern Lebanon operations, 29. März 2026 - The Jerusalem Post — Netanyahu vows to continue crushing Iranian regime, April 2026