Kurz gesagt — SFR hat am 20. August 2026 ein neues Datenleck bestätigt, das potenziell 2,1 Millionen Glasfaser-Kunden betrifft, nachdem am 2. Juli ein unbefugter Zugriff auf ein internes Tool namens NOVA entdeckt wurde. Die Hackergruppe ZeroBytes, die bereits mit dem Hacken der Systeme des französischen Finanzamtes in Verbindung gebracht wurde, wird als Spur genannt, ohne dass ihre Beteiligung bestätigt wurde. Die offengelegten Daten sollen IP-Adressen, MAC-Adressen und Router-Modelle betreffen – jedoch keine Bankdaten.
Ein Anfang Juli entdecktes Leck, sieben Wochen später enthüllt
SFR bestätigte gegenüber der AFP, einen „Sicherheitsvorfall“ identifiziert zu haben, der zur vorübergehenden Offenlegung bestimmter Daten im Zusammenhang mit den Glasfaseranschlüssen seiner Abonnenten geführt haben könnte. Der unbefugte Zugriff wurde angeblich am 2. Juli 2026 entdeckt, doch der Betreiber begann erst am 20. August, d.h. sieben Wochen später, die betroffenen Kunden zu informieren – eine von mehreren Beobachtern als lang empfundene Frist für ein personenbezogenes Datenleck.
Die Rolle der Hackergruppe ZeroBytes wird erwähnt
Die Spur der Cyberkriminellen-Gruppe ZeroBytes wird erneut erwähnt, ohne dass ihre Beteiligung in diesem Stadium der Untersuchung feststeht. Dieselbe Gruppe hatte bereits Mitte Juli 2026 die Infiltration eines internen SFR-Tools mit Daten von 2,1 Millionen Kunden für sich beansprucht – ein Anspruch, der damals nicht unabhängig überprüft werden konnte. ZeroBytes ist auch die Gruppe, die hinter dem Hack der Systeme des französischen Finanzamtes steckt, was die Hypothesen eines ähnlichen Vorgehens nährt.
Welche Daten sind potenziell geleakt?
Den veröffentlichten Informationen zufolge war der Zugangspunkt ein internes Tool, das von SFR zur Verwaltung und Analyse von Glasfaseranschlüssen verwendet wird, genannt NOVA. Die Hacker behaupten, die Extraktion am 30. Juni begonnen zu haben, für eine beanspruchte Gesamtanzahl von 2.104.093 Anschlüssen. Die veröffentlichten Muster sollen insbesondere IP-Adressen, MAC-Adressen und Internet-Router-Modelle zeigen.
Zum jetzigen Zeitpunkt scheinen keine Bankdaten von diesem spezifischen Leak betroffen zu sein, im Gegensatz zu anderen Vorfällen bei französischen Telekommunikationsbetreibern in den letzten Jahren. Die Zahl von 2,1 Millionen gestohlenen Anschlüssen basiert jedoch ausschließlich auf der Behauptung des Hackers und wurde nicht vollständig unabhängig bestätigt: Es ist daher Vorsicht geboten, bevor diese Zahl als offiziell betrachtet wird.
Ein wiederkehrendes Phänomen bei französischen Telekommunikationsbetreibern
Dieser Fall reiht sich ein in eine Serie von Cyberangriffen, die in den letzten Jahren französische Telekommunikationsbetreiber zum Ziel hatten, mit Lecks, die manchmal mehrere Millionen Abonnenten betrafen und je nach Fall auch Bankverbindungen umfassten. Er verdeutlicht den konstanten Druck, den spezialisierte Gruppen, die sich auf die Exfiltration und den Weiterverkauf personenbezogener Daten in Dark-Web-Foren spezialisiert haben, ausüben.
Was tun, wenn Sie SFR-Glasfaser-Kunde sind?
Prüfen Sie, ob Sie ein offizielles Schreiben oder eine E-Mail von SFR bezüglich dieses Lecks erhalten haben. Bleiben Sie wachsam gegenüber Phishing-Versuchen (betrügerische SMS oder E-Mails), die die offengelegten Daten – Leitungsnummer, Router-Modell – nutzen könnten, um glaubwürdig zu erscheinen. Geben Sie niemals Ihre Anmeldeinformationen oder Bankdaten als Reaktion auf eine unaufgeforderte Nachricht weiter, auch wenn sie von Ihrem Betreiber zu stammen scheint. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie den SFR-Kundendienst direkt über die offiziellen Kanäle, anstatt auf die erhaltene Nachricht zu antworten.
Quellen : SFR-Mitteilung an die AFP, Behauptungen der ZeroBytes-Gruppe, die von spezialisierten Cybersicherheitsmedien verbreitet wurden. Die Zahlen dieses Lecks basieren teilweise auf nicht unabhängig überprüften Behauptungen.





