Winzige Würmer reisen nun ins All. Laut BBC (14. April 2026) haben Wissenschaftler der Universität Nottingham, finanziert von der britischen Weltraumagentur (UK Space Agency), Fadenwürmer der Art Caenorhabditis elegans vom Kennedy Space Center in Florida zur Internationalen Raumstation (ISS) geschickt.
Warum Würmer?
C. elegans ist ein Modellorganismus in der Biologie: Trotz seiner mikroskopischen Größe (etwa 1 mm) teilt er viele Gene mit dem Menschen. Die Forscher wollen verstehen, wie diese Würmer auf extreme Bedingungen reagieren, denen Astronauten ausgesetzt sind – Mikrogravitation, kosmische Strahlung, oxidativer Stress. „Wenn wir die Schutzmechanismen dieser Organismen verstehen, können wir Gegenmaßnahmen für langfristige bemannte Missionen entwickeln“, erklärt Professor Nathaniel Szewczyk, Leiter des Projekts.
Kurs auf den Mars
Dieses Experiment ist Teil der Vorbereitung für bemannte Marsmissionen, die für 2035-2040 geplant sind. NASA und ESA arbeiten bei mehreren Programmen zusammen, um die biologischen Auswirkungen interplanetarer Reisen zu verstehen. Die Ergebnisse des britischen Experiments werden in sechs Monaten erwartet, nach der Rückkehr der Proben zur Erde.
Eine wissenschaftliche Tradition
Es ist nicht das erste Mal, dass Fadenwürmer ins All reisen: Im Jahr 2003 überlebten C. elegans die Zersetzung der Raumfähre Columbia und bewiesen damit die außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit dieser Organismen.





