Die Nachricht löste weltweit Schockwellen in den Hauptstädten aus. Das Pentagon bestätigte am Samstag, dem 5. April, dass ein nuklear angetriebenes Angriffs-U-Boot der Virginia-Klasse die iranische Fregatte IRIS Sahand im Indischen Ozean, etwa 200 Seemeilen südlich der Straße von Hormuz, torpediert und versenkt hat. Es ist der erste offensive Einsatz eines Torpedos durch die US Navy seit der Torpedierung des japanischen Kreuzers Haguro im Mai 1945. (Quelle: WTAR, AP)
Laut dem Sprecher des Pentagons wurde das iranische Schiff "mehrfach formell gewarnt", sich einer in der Gegend operierenden amerikanischen Flugzeugträgerkampfgruppe nicht zu nähern. Die Fregatte soll die Warnungen ignoriert und "bedrohliches Verhalten" gezeigt haben, indem sie ihre Waffensysteme auf den Flugzeugträger USS Dwight D. Eisenhower richtete. Der Kommandant des U-Boots traf die Entscheidung zum Feuern nach Genehmigung durch die Befehlskette. (Quelle: AP, Reuters)
Die Besatzung der iranischen Fregatte – rund 140 Seeleute – wurde größtenteils von Schiffen der Koalition und der in der Zone anwesenden omanischen Marine gerettet. Die vorläufige Bilanz weist 12 tote und 23 verletzte iranische Seeleute aus. Der Iran prangerte einen "Akt staatlicher Piraterie" an und hat die Botschafter aller Länder einberufen, die an der amerikanischen Marinekoalition beteiligt sind. (Quelle: Reuters, AFP)
Für Experten für Marinestrategie ist dieses Ereignis ein historischer Markstein. "Das U-Boot ist die Waffe der stillen Abschreckung. Es offensiv einzusetzen, sendet eine Botschaft von extremer symbolischer Gewalt: Die Vereinigten Staaten sind bereit, die gesamte Tiefe ihres Arsenals einzusetzen", analysiert Konteradmiral (a.D.) James Stavridis, ehemaliger Oberbefehlshaber der NATO. (Quelle: WTAR, The War Zone)
Die Folgen für den Seehandel sind unmittelbar: Lloyd's of London hat die Kriegsrisikoprämie für den Persischen Golf und den nördlichen Indischen Ozean auf das höchste Niveau seit dem Iran-Irak-Krieg (1980-1988) angehoben. Die Ölgesellschaften TotalEnergies, Shell und BP haben bis auf Weiteres jeden Transit ihrer Tanker durch die Straße von Hormuz ausgesetzt. (Quelle: Lloyd's, Bloomberg)





