Der rote Sand von Roland-Garros verzeiht keine Ungenauigkeiten – und dieser Sonntag, der 31. Mai, hat dies bewiesen, mit einem Achtelfinaltag, der von einer aufsehenerregenden Eliminierung und der Bestätigung der männlichen Favoriten geprägt war.

Zverev, die wiederbelebte Maschine

Auf dem Court Philippe-Chatrier beendete Alexander Zverev den schönen Lauf des niederländischen Lucky Losers Jesper de Jong in drei Sätzen (7-6 [7/3], 6-4, 6-1) in zwei Stunden und vierzehn Minuten. Nachdem er im ersten Satz 0:3 zurücklag, drehte der Weltranglistendritte die Situation, indem er sieben aufeinanderfolgende Punkte erzielte. Dreiundvierzig Gewinnschläge, 75 % erste Aufschläge: Die Zverev-Maschine läuft. Er trifft im Viertelfinale auf den jungen spanischen Hoffnungsträger Rafael Jodar, in dem, was als eines der am meisten erwarteten Matches der zwei Wochen gilt.

Swiatek fällt, Kostyuk bestätigt

Doch es war das andere Ergebnis des Tages, das die Plätze elektrisierte: Iga Swiatek, vierfache Roland-Garros-Gewinnerin und Topfavoritin des Turniers, wurde von Marta Kostyuk ausgeschaltet, in dem, was die Kommentatoren einstimmig als „sublime Bestätigung“ bezeichneten. Die Ukrainerin, an diesem Tag 25 Jahre alt, überreichte Swiatek ein vergiftetes Geburtstagsgeschenk – ironischerweise feierte auch De Jong seinen Geburtstag. Roland-Garros 2026 wird entschieden auf hierarchischen Umwälzungen aufgebaut.

Ein so offenes Turnier wie nie zuvor

Die Endspiele sind für den 6. Juni (Damen) und 7. Juni (Herren) auf dem Court Philippe-Chatrier angesetzt. Mit dem verletzungsbedingten Rückzug von Carlos Alcaraz ist das Herren-Tableau offener als seit langem nicht mehr. Zverev, nunmehr der natürliche Favorit, muss sich gegen eine spanische und brasilianische Generation behaupten, die keine Angst mehr vor großen Namen hat.

Die Meinung der Redaktion

Ein Grand Slam ohne Alcaraz, ohne Swiatek im Viertelfinale, das ist selten; zwei Wochen nach einem spannenden Champions-League-Finale ist dies ein Zeichen dafür, dass der globale Sport einen beschleunigten Generationenwechsel erlebt. In Paris sollte man dies nicht als Verarmung sehen: Es ist im Gegenteil das Versprechen eines unberechenbareren Endes der beiden Wochen als je zuvor.

Wichtige Punkte

  • Zverev schlägt Jesper de Jong 7-6 (7/3), 6-4, 6-1 im Achtelfinale; trifft im Viertelfinale auf Rafael Jodar.
  • Iga Swiatek wird von der Ukrainerin Marta Kostyuk an ihrem 25. Geburtstag eliminiert.
  • Carlos Alcaraz wegen Verletzung nicht im Turnier; die beiden Wochen sind bei den Männern offen.
  • Endspiele geplant: Samstag, 6. Juni (Damen) und Sonntag, 7. Juni (Herren) auf dem Philippe-Chatrier.