IWC Schaffhausen, 1868 vom amerikanischen Uhrmacher und Ingenieur Florentine Ariosto Jones gegründet, ist eine der prestigeträchtigsten Uhrenmanufakturen der Schweiz. In Schaffhausen im Nordosten der Schweiz angesiedelt – die einzige renommierte Uhrenmanufaktur in der Deutschschweiz – hat IWC (International Watch Company) ihren Ruf auf mechanischer Präzision, funktionaler Robustheit und einem markanten, klaren Design aufgebaut. Seit 2000 im Besitz der Richemont-Gruppe, neben Cartier, Jaeger-LeCoultre und A. Lange & Söhne, beschäftigt IWC über 1.500 Mitarbeiter und produziert jährlich etwa 80.000 Uhren. (Quelle: IWC Schaffhausen, Richemont Annual Report, Hodinkee)

Die Portugieser-Kollektion, 1939 auf Wunsch zweier portugiesischer Importeure entstanden, die eine Armbanduhr mit der Präzision eines Marinechronometers wünschten, wurde zur Ikone des Hauses. Die Portugieser Chronograph mit ihrem schlichten 41-mm-Zifferblatt und ihren emblematischen Zählern ist eine der bekanntesten Uhren der Luxusuhrmacherei. Im Jahr 2026 präsentierte IWC den neuen Portugieser Eternal Calendar, den ersten säkularen ewigen Kalender in der Uhrengeschichte, der bis zum Jahr 3999 ohne Korrekturen zuverlässig funktioniert. Diese technische Meisterleistung, durch 7 Patente geschützt, wurde von Kritikern als eine der bedeutendsten Uhreninnovationen des Jahrzehnts gefeiert. (Quelle: IWC, Revolution Magazine, Monochrome Watches)

Die Pilot's Watch, ein weiteres historisches Standbein von IWC, hat ihre Ursprünge in den Flugnavigationsinstrumenten der 1930er Jahre. Die Big Pilot's Watch mit ihrem massiven 43-mm-Gehäuse, ihrer überdimensionierten konischen Krone (entwickelt für die Bedienung mit Pilotenhandschuhen) und ihrem ultra-gut lesbaren Zifferblatt ist eine absolute Referenz im Segment der Fliegeruhren. IWC lieferte während des Zweiten Weltkriegs offiziell Navigationsuhren an die britische Royal Air Force. Im Jahr 2026 lancierte die Marke die Pilot's Watch Performance Chronograph 41 aus farbiger Keramik, die die Leichtigkeit des Materials mit außergewöhnlicher Kratzfestigkeit kombiniert. (Quelle: IWC Heritage, A Collected Man, Watches & Wonders 2026)

Technologisch zeichnet sich IWC durch ihre intern entwickelten Manufakturwerke aus. Das Kaliber 52000 mit seiner 7-Tage-Gangreserve und seinem bidirektionalen Pellaton-Aufzugssystem aus Keramik gilt als eines der besten Automatikwerke der Branche. Die Manufaktur in Schaffhausen beherbergt auch ein Prüfzentrum, in dem jede Uhr eine Reihe von Tests durchläuft, darunter Stoßfestigkeit, Wasserdichtigkeit, Magnetfeldbeständigkeit und Temperaturwechselbeständigkeit. IWC investiert jährlich über 50 Millionen Schweizer Franken in Forschung und Entwicklung, was etwa 8 % ihres geschätzten Umsatzes entspricht. (Quelle: IWC Manufacturing, Journal of Horology, Financial Times Luxury)

IWC engagiert sich auch für Nachhaltigkeit und Rückverfolgbarkeit. Seit 2022 wird jede Uhr von einem digitalen Pass auf Blockchain-Basis begleitet, der die Authentizität und Herkunft der Materialien garantiert. Die Marke verwendet ausschließlich zertifiziertes Fairmined-Gold und recyceltes Titan in mehreren Kollektionen. Im Jahr 2026 gab IWC ihre Klimaneutralität für die gesamte Produktionskette bekannt. Die Marke engagiert sich auch stark im kulturellen und sportlichen Mäzenatentum und ist offizieller Partner der Formel 1 (Mercedes-AMG) und der Fondation Antoine de Saint-Exupéry. Der weltweite Luxusuhrenmarkt, der 2026 auf 55 Milliarden Schweizer Franken geschätzt wird, sieht IWC ihre Position unter den Top 10 der begehrtesten Uhrenmarken der Welt festigen. (Quelle: IWC Sustainability Report, Federation of the Swiss Watch Industry, Deloitte Swiss Watch Study 2026)