Kulturveranstaltungen integrieren zunehmend immersive Technologien. teamLab Borderless, das digitale Kunstmuseum in Tokio, das vom japanischen Kollektiv teamLab geschaffen wurde, zog im ersten Jahr seiner Eröffnung (2018) über 2,3 Millionen Besucher an und bleibt eines der beliebtesten Kunsterlebnisse weltweit. Seine interaktiven Installationen, bei denen die Werke auf die Bewegungen der Besucher reagieren, sind ein Vorbote der Zukunft der immersiven Kunst.

Die Fête des Lumières in Lyon, eine viertägige jährliche Veranstaltung im Dezember, zieht regelmäßig 3 bis 4 Millionen Besucher an. Die Ausgabe 2025 integrierte Elemente generativer KI in einige Lichtprojektionen und schuf einzigartige Visuals, die sich in Echtzeit anpassen. Dieses kostenlose Event ist zu einer weltweiten Referenz für Videomapping und Lichtkunst geworden.

Die CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas, die größte Technologiemesse der Welt, präsentierte im Januar 2026 zahlreiche Innovationen im Zusammenhang mit Veranstaltungen: KI-assistierte Netzwerksysteme, Simultandolmetschen in Augmented Reality und Präsentationshologramme. Die Messe zieht jährlich etwa 130.000 Besucher an.

Virtuelle Konzerte haben während der COVID-19-Pandemie ihr Potenzial gezeigt. Das Travis Scott Konzert auf Fortnite (April 2020) zog 12,3 Millionen gleichzeitige Zuschauer an. Seitdem haben Künstler wie Ariana Grande, Marshmello und BLACKPINK Auftritte in virtuellen Welten veranstaltet und damit einen neuen Kanal für den Musikvertrieb eröffnet.

Der globale Veranstaltungsmarkt, der auf über 1.100 Milliarden Dollar geschätzt wird, integriert schrittweise KI für dynamisches Ticketing, die Personalisierung des Besuchererlebnisses und die prädiktive Analyse der Besucherzahlen. Veranstalter nutzen KI auch für die Sicherheit (Erkennung von abnormalem Verhalten) und das Crowd-Management.