Morgen beginnt das Fest. Der Anpfiff der 23. Fußball-Weltmeisterschaft wird in den Vereinigten Staaten erfolgen und den Beginn eines Wettbewerbs markieren, der in vielerlei Hinsicht historisch zu werden verspricht. Und inmitten des weltweiten Trubels bereiten sich die Bleus in aller Stille auf das vor, was das symbolträchtigste Turnier ihrer Generation werden könnte.

Didier Deschamps hat den Kurs am Mittwoch vor der Abreise der französischen Delegation festgelegt: „Unser Termin ist der 16.“ Sechs Worte. Ein Versprechen, ein Datum, eine Obsession. Am 16. Juni in New York wird Frankreich im MetLife Stadium auf den Senegal treffen. Dies wird der erste Test einer Kampagne sein, die Deschamps in einen perfekten Epilog verwandeln möchte.

Das Ende einer Ära

Nach mehr als zwölf Jahren an der Spitze der französischen Nationalmannschaft hat Didier Deschamps bestätigt, dass er sein Amt als Nationaltrainer nach der Weltmeisterschaft 2026 niederlegen wird. „Ich bin seit 2012 hier, ich bin bis 2026, der nächsten Weltmeisterschaft, vorgesehen, aber es wird dort enden, denn es muss irgendwann enden“, hatte er erklärt. Vierzehn Jahre. Vier Weltmeisterschaften als Trainer. Ein Titel im Jahr 2018, ein Finale im Jahr 2022, ein Viertelfinale im Jahr 2014. Und jetzt, eine letzte Chance.

Diese emotionale Dimension verändert die Natur dieser Weltmeisterschaft für die Bleus grundlegend. Es ist nicht mehr nur ein sportlicher Wettbewerb: Es ist ein Kapitel, das sich schließt. Der Name Zinedine Zidane wird immer wieder als sein Nachfolger genannt, da er angeblich bereits mehrere Angebote abgelehnt hat, um auf seine Zeit zu warten. Der Übergang wird vorbereitet. Aber zuerst gilt es, den Juli zu erobern.

Eine erneuerte Gruppe, ein ungebrochener Ehrgeiz

Als Sieger 2018 und unglücklicher Finalist 2022 gehört die französische Nationalmannschaft erneut zu den großen Favoriten der Weltmeisterschaft 2026. Die Bleus sind die Nummer 1 der FIFA-Weltrangliste und werden für ihre 17. WM-Teilnahme in Boston stationiert sein. Auf dem Papier mangelt es nicht an Argumenten.

Die Liste der 26 Spieler wurde am 14. Mai von Deschamps in den TF1-Nachrichten bekannt gegeben. Unter den bemerkenswerten Abwesenden: der verletzte Hugo Ekitiké wurde nicht nominiert, und Lucas Chevalier sowie Eduardo Camavinga wurden nach komplizierten Saisons im Verein ebenfalls gestrichen. Abwesenheiten, die Debatten ausgelöst haben, aber die Strenge eines Trainers bezeugen, der bei seinen Entscheidungen nie der Sentimentalität nachgegeben hat.

Die Vorbereitung verlief unter guten Bedingungen. Es wurden zwei Freundschaftsspiele ausgetragen: am 4. Juni gegen die Elfenbeinküste in Nantes und am 8. Juni gegen Nordirland in Lille.

Der Spielplan und die Herausforderungen der Gruppe I

In der Gruppe I gelegen, starten die Bleus ihr Turnier am Dienstag, den 16. Juni um 21 Uhr mit einem echten Kracher gegen den Senegal. Das zweite Spiel findet am 22. Juni in Philadelphia gegen den Sieger der Play-offs Suriname / Irak / Bolivien statt. Das dritte Spiel bringt die Bleus am 26. Juni in Boston gegen Norwegen zusammen. Eine starke Gruppe, die defensive Nachlässigkeiten nicht verzeihen wird.

Der Wettbewerb findet vom 11. Juni bis 19. Juli statt. Vierzig Tage Fußball in drei Ländern, in Stadien, die zwischen 60.000 und 90.000 Zuschauern Platz bieten. Eine Weltmeisterschaft mit 48 Mannschaften, ein neuartiges Format, das Überraschungen und unerwartete Verläufe verspricht. Aber im Grunde läuft für die Franzosen alles auf eine Frage hinaus: Kann Deschamps einen zweiten Stern holen, bevor er dieses Kapitel seines Lebens abschließt?

Die Meinung der Redaktion — Théodore Mécanis

Deschamps wurde immer unterschätzt, bis er es nicht mehr war. Im Jahr 2018 warf man ihm einen seelenlosen Fußball vor – er holte den Titel. Im Jahr 2022 wollte man schon seinen Kopf – er hätte fast den Pokal geholt. Diesmal könnte die Emotion des letzten Turniers in beide Richtungen wirken: eine Gruppe befreien, die nichts mehr zu verlieren hat, oder die Schultern einer Generation belasten, die sich bewusst ist, dass eine Ära zu Ende geht. Sicher ist, dass diese Bleus kein Recht haben, etwas zu bereuen. Das Talent ist da. Der Moment ist da. Und Deschamps weiß genau, wie man eine Gruppe von Spielern zu einem Team formt. Genau deshalb haben wir ihn vierzehn Jahre lang behalten. Rendez-vous am 16. Wir werden sehen, ob Frankreich noch gewinnen kann, wenn es darauf ankommt.

Zusammenfassung

- Deschamps wird sein Amt nach der WM 2026 nach 14 Jahren niederlegen.

- Frankreich Nr. 1 in der FIFA-Weltrangliste, für seine 17. Weltmeisterschaft in Boston stationiert.

- Gruppe I: Senegal (16.6.), Sieger der Play-offs Suriname/Irak/Bolivien (22.6.), Norwegen (26.6.).

- Bemerkenswerte Abwesenheiten: Ekitiké (verletzt), Chevalier, Camavinga.

- Zidane als Nachfolger im Gespräch.